Warum so…
…wenn es auch so ginge?
Die Mauerflächen rund um den Bottroper Saalbau befinden sich derzeit in einem uneinheitlichen und teilweise ungepflegten Zustand. Verwitterter Beton, wuchernde Vegetation und nicht-legale Graffitis prägen das Bild.
Unter dem Dach von Graffiti.with.Attitude Bottrop e.V. soll ein legaler Streetart-Ort entstehen, der professionell kuratiert, pädagogisch begleitet und offen für kreative Beteiligung ist.
Die Idee umfasst professionell gestaltete Wandbereiche durch Bottroper Künstler:innen und Streetart-Profis, variable Flächen für Workshops, Schulprojekte und Kinder- und Jugendgruppen sowie offene Flächen, die kontinuierlich neu gestaltet werden können und lebendige Urban Art ermöglichen.
Ziele
Mit dem Projekt werden gleich mehrere Ziele verfolgt: Zuerst geht es um die sichtbare Aufwertung des Saalbau-Umfelds und um die Reduktion illegaler Graffiti durch attraktive legale Alternativen.
Außerdem soll die lokale Kunst- und Graffitiszene gefördert und ein Identifikationspunkt für Urban Art Künstler:innen geschaffen werden.
Und auch in diesem Projekt soll die Jugendarbeit durch kreative Angebote gefördert und Präventionsarbeit durch strukturierte, legale Ausdrucksformen geleistet werden.
Warum die Saalbau-Flächen?
Da der Saalbau gemäß aktueller Planung bis mindestens 2030 bestehen bleibt, bietet dies eine langfristige Planungs- und Nutzungssicherheit.
Im Jahr 2012 wurde der Saalbau Bottrop im Rahmen von städtischen Sparmaßnahmen vorübergehend „abgeschaltet“ und seine Nutzung eingeschränkt. Im Jahr 2018 (Vorgang 2018/0319) wurde dann offiziell die Beendigung seiner Nutzung als öffentliche Einrichtung und Veranstaltungshalle beschlossen und die Verwaltung beauftragt, Rückbau und Anschlussnutzung zu planen.
Im Jahr 2019 wurde vom Rat der Stadt Bottrop der Rückbau endgültig beschlossen und die Kosten dafür im Jahr 2023 im Konzept zum “ISEK Rathausviertel” mit über 3 Mio € veranschlagt. Die Entwicklung findet man auch hier als Zeitleiste aufbereitet.
Im Rahmen der Änderung der Städtebauförderrichtlinie NRW 2023 und der Entwicklungen rund um das ehemalige Karstadt-Gebäude (heute: Phoenix Bottrop) wurden die Pläne für die drei Stadtentwicklungsgebiete erneut verändert: Durch den Fokus auf die zentrale Innenstadt (Stadtumbaugebiet “Hansaviertel”) sind alle anderen – auch das “Rathausviertel” – auf Eis gelegt. Daher wird der ursprünglich geplante Abriss auf unbestimmte Zeit aufgeschoben. Dieser Beschluss gibt dem Saalbau eine „Galgenfrist“ bis mindestens 2030 und ermöglicht die Prüfung von Alternativkonzepten zur Nachnutzung oder Neugestaltung des Areals.
Dadurch lohnt sich die Investition in hochwertige Wandgestaltung, pädagogische Programme und Beratungskonzepte.
Langfristige Bespielung der Flächen
Regelmäßig geplante Refresh-Wochen, fortlaufende Workshop-Angebote, Kooperationen mit Schulen, digitale Dokumentation aller Werke und kontinuierliche Betreuung durch den Verein Graffiti.with.Attitude Bottrop e.V. garantieren den langfristigen Erfolg des Projekts.
QR-Codes an den Wänden können zu Infos über Künstler:innen und Workshops verlinken, eventuell könnte ein (jährliches?) Bottroper Streetart-Festival am Saalbau stattfinden.
Graffiti.with.Attitude Bottrop e.V. möchte am Bottroper Saalbau ein beispielhaftes Urban-Art-Projekt entstehen lassen, das Kunst, Kultur, soziale Arbeit und Stadtentwicklung miteinander verbindet. Die vorhandenen Wandflächen werden nicht nur verschönert, sondern zu einem lebendigen kreativen Zentrum transformiert und sinnvoll und bereichernd genutzt, bis eine endgültige Verwendung des Saalbaus und des Droste-Hülshoff-Platzes gefunden ist.




